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2. Rundbrief

Autor: Lars | Datum: 13 April 2013, 07:15 | Kommentare deaktiviert

Einige haben ihn ja schon erhalten, für alle anderen gibt es ihn jetzt hier zum herunterladen:

Mein 2. Rundbrief

Viel Spaß beim Lesen

 

Urlaub und mein letzter (?) Umzug

Autor: Lars | Datum: 13 April 2013, 06:50 | Kommentare deaktiviert

Der Urlaub ist vorbei und der Alltag wieder eingekehrt, wobei auch nur für eine Woche. Denn heute ist mein erster Tag in meiner neuen Stelle in Los Banos, einer kleinen Stadt südlich von Manila, die meinem ersten Eindruck nach nur aus dem Campus der University of the Philippines und der Hauptstraße besteht. Meine Arbeitsplatz, nämlich das Büro der Southern Luzon Jurisdiction der UCCP (so etwas wie eine Landeskirche bei uns), befindet sich sogar auf dem Campus und meine Unterkunft ist nur 20 Minuten Fußweg entfernt, oder 10 Minuten mit dem Jeep. Wohntechnisch ist es eindeutig eine Verschlechterung zu Lucena, was wohl auch daran liegt, dass das Haus von meinem Mitbewohner, Pastor Normad, bisher nur zum schlafen genutzt wurde. Zumindest gibt es aber ein bisschen Geschirr, einen Kühlschrank, der aber meistens nicht genutzt wurde, und eine Art Camping-Kocher, also fast alles was man braucht. Haustiere gibt es auch, neben den Geckos begrüßten mich auch Kakerlaken, die weite Teile des Badezimmers und der Küche besetzt hatten, dafür hab ich aber noch keine Armeisen gesehen, aber die tauchen bestimmt auf, sobald es etwas essbares im Haus gibt.

Wie genau hier meine Arbeit aussehen wird, weiß ich noch nicht, dass werden wir nachher mit dem Bischof besprechen. Mir wurde zwar schon angedeutet, ich werde recht viel reisen müssen Frown, aber mal schauen, was sich so ergibt.


Der Urlaub mit meinen Eltern war auf jeden Fall super schön, wenn auch nicht alles so geklappt hat, wie es vorher geplant war. Ich hatte an der ein oder anderen Stelle die Reisezeit falsch geschätzt. Gestartet haben wir unsere Tour natürlich in Manila, um direkt am zweiten Tag mit dem Auto zu den Reisterrassen im Norden zu fahren. Eine Strecke von etwa 360 Kilometern, für die wir etwa 12 Stunden gebraucht hatten, was zum einem den Verkehrschaos in Manila und zum anderem den vielen kleinen Ortschaften geschuldet war, die auf unserem Weg lagen und Unmengen an Tricycles und Jeeps beherbergten. Naiv wie ich war, hatte ich mich auch nur mit der Karte aus meinem Reiseführer ausgestattet und war im Nachhinein sehr froh, dass Papas Iphone mit einem GPS Empfänger ausgestattet ist und Karten aus dem Internet herunter laden kann. Ansonsten hätte der Weg aus Manila heraus wohl noch länger gedauert, als ohnehin schon. Die Strapazen hatten sich jedoch gelohnt, wie wir an den nächsten Tagen feststellen durften und unsere Touren in die Umgebung und die umliegenden Dörfer wurden regelmäßig mit tollen Landschaften belohnt.

Die ersten dieser Terrassen wurden vor 2000 gebaut und werden immer noch bewirtschaftet. Heute zählen sie zum UNESCO-Weltkulturerbe und stellen die ältesten Bauwerke der Philippinen dar.

Ein paar Tage später ging es vom Norden Luzon in den Süden, um von Batangas City nach Puerto Galera auf Mindoro überzusetzen, eines der schönsten Tauchreviere auf den Philippinen. Über den Weg dorthin möchte ich nicht viele Worte verlieren, er war aber gespickt von Fehlentscheidungen und Menschlichem versagen und hat uns leider zu einer Übernachtung in Batangas gezwungen.

Als wir dann aber endlich in Puerto in unserem Ressort waren, war für die nächsten Tage erst einmal entspannen am Pool oder auf der Terrasse angesagt, unterbrochen von gelegentlichen Tauchgängen oder Ausflügen in den Ort. Besonders das Tauchen hat sehr viel Spaß gemacht und wird von mir so bald wie möglich wiederholt werden. Hier ein Eindruck von der Unterwasserlandschaft

Unsere letzte Station hieß dann natürlich Lucena, denn meine Eltern wollten ja auch meine Stelle kennenlernen und die Leute, mit denen ich in den letzten 3 Monaten gearbeitet und zusammen gelebt hatte. Es standen also alle möglichen Anstandsbesuche auf dem Programm, aber auch ein paar Touren in die Umgebung. Sehr schön war der Ausflug mit einer Freundin zu dem Ressort ihrer Oma, von wo aus wir zusammen zu einer Insel übergesetzt sind, wo wir den ganzen Strand für uns alleine hatten und richtig Paradiesurlaubsgefühl aufkam. Zum Abschluss durften meine Eltern auch noch einem Gottesdienst beiwohnen, bevor für einen letzten Tag zurück nach Manila ging.

Soweit zu unsere Reise durch Luzon, die glaube ich einen guten Eindruck von diesem Land vermittelt hat. Es war auf jedenfall sehr schön Besuch aus Deutschland zu bekommen. Es ist ja nochmal etwas ganz anderes, wenn jemand dieses Land selbst erlebt hat, als wenn ich nur davon berichte.  Ich muss mich jetzt auch verabschieden, der Bischof sollte gleich kommen, Also zum Abschluss ein multikulturelles Familienfoto mit Pastor Junwell, Kuya Ray (der Mann von Tita Noemi), Tita Noemi, mir, der Mama und Titia Vergie (die Frau vom Pastor).